Psychosoziale Auswirkungen von Migration und Akkulturation

Das Wissen über migrationsspezifische psychologische Aspekte ist eine wichtige Grundlage für die psychosoziale Arbeit mit zugewanderten Menschen. Es ermöglicht ein systematischeres und tieferes Verständnis für deren Lebenslagen, Herausforderungen und Bewältigungsstrategien und auch für die spezifischen Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Migration und Akkulturation

Die Anforderungen, die eine Migration an die Persönlichkeit eines Menschen stellt, werden von Menschen ohne Migrationserfahrung häufig unterschätzt. Migration wird oft als reine Lern- und Anpassungsleistung betrachtet (vgl. Machleidt/Calliess 2011, S. 419). Sie bringt jedoch zahlreiche tiefgreifende Veränderungen des gesamten Lebens- und Arbeitsumfelds sowie der sozialen und kulturellen Anforderungen und Erwartungen mit sich (vgl. Kizilhan/Bermejo 2009, S. 509). Diese lassen sich mit Blick auf die migrationsbedingten Belastungen, auf die Motive und die psychologischen Phasen einer Migration sowie auf die Akkulturation im Ankunftsland gut verstehen.

Migration als kritisches Lebensereignis

Migration wird psychologisch betrachtet als kritisches Lebensereignis bezeichnet (vgl. Kirkcaldy et al. 2006, S. 874), also als ein Ereignis, das die psychische Stabilität eines Menschen gefährden kann.

Häufige Herausforderungen und Belastungen im Zusammenhang mit Migration, die die psychische Gesundheit beeinträchtigen können, sind

  • Trennung und Entwurzelung, Verlust familiärer und nichtfamiliärer Bezugspersonen
  • Identitätsprobleme und Rollenverluste
  • Zukunftsängste und Orientierungslosigkeit
  • unklare rechtliche Rahmenbedingungen des Aufenthalts (z. B. drohende Abschiebung)
  • eine unfreiwillige Unterbringung in Sammelunterkünften, Einschränkungen der Mobilität
  • sprachliche und kulturelle Verständigungsprobleme
  • Generationenkonflikte, innerfamiliäre Zerreißproben
  • eine unsichere Arbeitssituation oder Arbeitslosigkeit
  • finanzielle Krisen
  • Diskriminierung und rassistische Gewalt (Zeeb/Razum 2006; Assion 2005; Kirkcaldy et al. 2006)

Es ist davon auszugehen, dass die Corona-Pandemie Menschen und Familien, die bereits unter anderen psychosozialen Belastungen leiden, besonders stark trifft (z. B. Ausgangsbeschränkungen in Sammelunterkünften oder höheres Risiko den Arbeitsplatz zu verlieren bei prekären Beschäftigungsverhältnissen).

Bedeutung der Migrationsmotive

Die psychischen Auswirkungen einer Migration hängen wesentlich mit dem Migrationsmotiv zusammen. Von Bedeutung ist insbesondere, inwieweit damit eine individuelle Kontrollierbarkeit der eigenen Lebenssituation verbunden ist (vgl. Kizilhan 2011, S. 21). Abhängig von den Motiven kristallisieren sich sowohl Unterschiede in den Erwartungen und individuellen Ressourcen als auch bei der Lebens- und Anpassungsgestaltung im Ankunftsland heraus (vgl. Kirkcaldy et al. 2006).

Die meisten der seit dem zweiten Weltkrieg nach Deutschland zugewanderten Menschen lassen sich entsprechend ihrer Wanderungsmotive folgenden vier Migrationstypen zuordnen:

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Grad der Freiwilligkeit der Migration beim erlebten Stress im Ankunftsland eine bedeutende Rolle spielt: Je freiwilliger die Entscheidung für eine Migration erfolgt, desto höher ist das Kontrollbewusstsein bzw. das Gefühl, das Schicksal in den eigenen Händen zu halten und desto besser gelingt der Umgang mit Belastungen. Eine als erzwungen erlebte Migration geht i. d. R. mit einem höheren Stresserleben einher.

Insbesondere bei Geflüchteten oder illegal Zugewanderten kann die Corona-Pandemie Gefühle von Ohnmacht oder Ausgeliefertsein sowie das Stresserleben enorm verstärken.

Psychologische Phasen einer Migration

Obwohl die individuellen Migrationsgeschichten und -erfahrungen sehr unterschiedlich sind, lässt sich dennoch eine kultur- und situationsübergreifende Regelhaftigkeit in den Migrationsverläufen feststellen, was das psychologische Erleben betrifft. Daraus ergeben sich Ansatzpunkte für die psychosoziale Arbeit.

Sluzki (2001) und später Machleidt (Machleidt/Calliess 2011) haben dazu ein psychologisches Phasenmodell entwickelt. Dieses veranschaulicht sehr gut die „Emotionslogik des Migrationsprozesses“ (Machleidt/Calliess 2011, S. 418) und die damit einhergehenden Herausforderungen und Belastungen für einzelne wie auch für Familien. Durch die Weiterentwicklung dieses Modells durch Kizilhan (2013) werden außerdem transgenerationelle Traumata sowie andere individuelle und kollektive Belastungen im Herkunftsland, die insbesondere für Geflüchtete von großer Bedeutung sind, systematisch mitberücksichtigt.

Abbildung: Psychologische Phasen der Migration (Kurve der funktionellen Anpassung) (Kizilhan 2013, S. 20)

Die Phasen verlaufen nicht immer linear. Sie können durch interne (z. B. geringe Integrationsmechanismen des Aufnahmelandes) und externe (z. B. starker Einfluss des Herkunftslandes, individuelle, politische und gesellschaftliche Vorstellungen) Faktoren behindert werden. Dies zeigt sich unter anderem in Generationenkonflikten (z. B. in Bezug auf Geschlechterrollen, Zwangsehe, alte Clankonflikte, die Entstehung von Subgruppen). Auch Gewalterfahrungen und Traumatisierungen sowie möglicherweise auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie können den Verlauf beeinflussen.

Akkulturationsprozess

Nach der Ankunft muss ein Umgang mit dem Zusammentreffen der eigenen Herkunftskultur (Erst-Kultur) und der neuen Kultur (Kontakt-Kultur) gefunden werden. In der Literatur gibt es zur Akkulturation.

Akkulturations-Stress-Modell nach Berry (1990)

Berry unterscheidet vier Strategien bzw. Orientierungen, wie auf die Konfrontation der eigenen sozialen Identität mit den Gegebenheiten im Aufnahmeland reagiert werden kann:

Abbildung: Strategien/ Orientierungen der Akkulturation (nach Berry 1990)

Verlauf und Einflussfaktoren

Berrys Modell ist nicht als etwas Statisches zu sehen. Wie der Akkulturationsprozess langfristig verläuft, wie die Vergangenheit verarbeitet und die neue Lebensphase gestaltet wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • von der jeweils persönlichen Geschichte,
  • von der Persönlichkeit und der Erziehung,
  • von individuellen und kollektiven Bewältigungsmechanismen und -ressourcen,
  • von Umweltfaktoren und der ökonomischen Situation sowie
  • von den Nutzungsmöglichkeiten der sozialen Netzwerke ab (vgl. Kizilhan 2011, S. 21)

Der Akkulturationsprozess wird jedoch nicht nur durch die zugewanderte Person, sondern auch durch die Aufnahmegesellschaft beeinflusst, insbesondere durch

  • Diskriminierung,
  • Ausgrenzung,
  • Behinderung der Teilnahme am Gemeinschafts- und Arbeitsleben und an anderen Handlungsmöglichkeiten in der Aufnahmegesellschaft (vgl. Kizilhan/Bermejo 2009, S. 509)
Auswirkungen auf nachfolgende Generationen

Der Akkulturationsprozess ist langwierig und kann auch noch die nachfolgenden Generationen betreffen. Für diese ist es manchmal schwierig, in den globalisierten, transkulturellen Lebenswelten das „Fremde“ und das „Eigene“ klar voneinander zu trennen und in ein Verhältnis zueinander zu setzen. Im Zuge des Migrationsprozesses lösen sich die herkunftsorientierten sozialen Netzwerke oft nach und nach auf. Dabei gehen häufig ausgebildete Identitäten partiell verloren und ortsunabhängige, transkulturelle und virtuelle Identitäten entwickeln sich.

Eine Desorientierung wird z. B. durch den Mix aus deutschen und verschiedenen anderen kulturellen Werten beim Besuch von Schulen bzw. Klassen mit einem hohen Anteil an Kindern mit Zuwanderungsgeschichte verstärkt.

Bei der psychosozialen Arbeit mit Menschen der zweiten oder dritten Zuwanderergeneration kann der Blick auf die individuellen (und auch familiären) Akkulturationsstrategien bedeutsam sein für das Verstehen der Lebenslage und der Verhaltensweisen.

Quellen

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Flucht
Politische Umwälzungen, Kriegs- und Bürgerkriegszustände sowie Naturkatastrophen sind die Hauptursachen, warum Menschen flüchten. Geflüchtete Menschen sind auch auf und nach der Flucht besonders vulnerabel. Vergleichsweise viele geflüchtete Menschen leiden infolge der zum Teil extremen Erfahrungen und Belastungen an einer psychischen Erkrankung.

Gewalt als Fluchtursache

Insbesondere menschliche Gewalt, vor, während oder auch nach der Flucht, kann bei den Betroffenen tiefe Spuren hinterlassen. Extreme, für uns oft unvorstellbare Formen von Gewalt werden in den Herkunftsländern u. a. durch

ausgeübt.

Fachkräfte, die mit Menschen mit extremen Gewalterfahrungen arbeiten, sollten sich des Risikos einer sekundären Traumatisierung → bewusst sein.

Traumatisierung

Trauma im Allgemeinen kann verstanden werden als Effekt überwältigender und außergewöhnlicher Erfahrungen, die die Opfer hilflos zurücklassen. Diese Hilflosigkeit kann mehrere oder alle Lebensbereiche betreffen, außerdem haben traumatisierte Personen ein höheres Risiko für psychopathologische Symptome (Pagotto et al. 2015).

Trauma und Flucht

Flucht wird in manchen aktuellen Diskussionen fälschlicherweise mit einer Traumatisierung gleichgesetzt. Dabei wird übersehen, dass viele der nach Deutschland geflüchteten Menschen keine pathologischen Trauma-Folgen haben, sondern einen Weg finden, mit z. T. extremen Erfahrungen so umzugehen, dass sie mit ihrem Alltags- und Familienleben gut zurechtkommen.
Gleichzeitig leidet ein Teil der geflüchteten Menschen infolge traumatischer Erlebnisse unter teilweise heftigen psychischen Folgen, wie z. B. Schlafstörungen oder Angstzuständen, oder unter psychischen Erkrankungen, wie z. B. einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) oder Depression. Für diese ist die Belastung mehrdimensional, denn neben den Folgen der unverarbeiteten traumatischen Erlebnisse müssen sie auch mit den Migrations- und Entwurzelungserfahrungen und dem Einfinden in einer unbekannten Umgebung mit einer fremden Sprache umgehen. Dabei wirkt sich die Traumatisierung belastend auf das Wohlbefinden und auf die Möglichkeiten der Alltagsbewältigung aus.
Eine Aufarbeitung der traumatischen Erlebnisse, z. B. durch eine Therapie, ist i. d. R. erst möglich, wenn eine stabile und sichere äußere Lebenssituation besteht, also z. B. wenn der Aufenthalt geklärt ist und eine eigene Wohnung gefunden wurde.

Trauma und Corona

Die Einschränkungen, Unsicherheiten, Ängste und Ohnmachtsgefühle im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie können bei Betroffenen zu einer Verstärkung der Hilflosigkeit und zu einer Verschlechterung der psychischen Verfassung führen. Die verordneten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, z. B. die Kontaktbeschränkungen oder die Gesichtsmasken, können für (kriegs-)traumatisierte Menschen als Trigger wirken, so dass die vergangenen traumatischen Erlebnisse und Gefühle wieder erlebt werden, als würden sie im jetzigen Moment stattfinden. Vergangenes und Gegenwärtiges vermischen sich dann. Für Betroffene ist eine psychische Stabilisierung im Moment besonders wichtig.

Transgenerationale Traumata

Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass sich psychische Reaktionen auf traumatische Erlebnisse, wie z. B. Schlafstörungen, Depressivität oder Ängste, auch auf Familien- oder Gemeinschaftsangehörige sowie auf die nachfolgenden Generationen übertragen können, ohne dass diese selbst Traumatisches erlebt hatten. Kollektive Erfahrungen der Familie oder Gemeinschaft können daher ein wichtiger „Schlüssel“ sein in der Traumaarbeit.

Die Theorie der transgenerationalen Traumatisierung (historisches Trauma) geht davon aus, dass kollektive, also gemeinschaftlich erlebte Traumata der Vergangenheit (z. B. Kolonialismus, Sklaverei, Krieg oder Genozid) bis in die Gegenwart hinein Spuren hinterlassen. Diese zeigen sich u. a. in Form einer höheren Prävalenz an psychischen und psychosozialen Belastungen (Kizilhan 2018b). Ein Verständnis dafür, wie Traumata über Generationen weitergegeben werden und wie sie die aktuelle Lebenssituation der Angehörigen von ethnischen oder religiösen Gemeinschaften (insbesondere von Minderheiten) beeinflussen können, kann neue Ansätze für die psychosoziale Begleitung bzw. Traumabehandlung aufzeigen.

Kollektive (historische) Erfahrungen, so schlimm sie auch sein mögen, können bei der Traumaarbeit im Sinne einer Resilienzstärkung „helfen“, besser mit individuellen Traumata umzugehen. Das selbst erlebte Leid wird in einen größeren Zusammenhang gestellt, wodurch leichter eine Distanz zum Erlebten hergestellt werden kann. Außerdem kann die einzelne Person auf über Generationen entwickelte Überlebensstrategien und -ressourcen zurückgreifen (z. B. Schutz in der Gemeinschaft, Religiosität), wenn diese bewusstgemacht werden.

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Familie und Beziehungen

Die Veränderungen, die der Migrations- und Akkulturationsprozess mit sich bringt, wirken sich auch auf das Familiengefüge und die familiären Beziehungen aus. Innerfamiliäre Belastungen und Spannungsfelder tauchen in der psychosozialen Arbeit mit Familien, aber auch mit einzelnen, immer wieder direkt oder indirekt als Themen auf. Dabei kommen neben den migrationsspezifischen Aspekten auch unterschiedliche kulturell geprägte Vorstellungen und Bedeutungen von Familie und familiären Beziehungen zum Tragen.

Für die transkulturelle psychosoziale Arbeit ist ein Bewusstsein für diese unterschiedlichen Funktionen von Familie und die Bedeutung für das einzelne Individuum hilfreich, um unterschiedliche Dynamiken, Konfliktfelder und Handlungsoptionen besser erkennen und verstehen zu können.

Die Corona-Pandemie ist für viele Familien, insbesondere für die in prekären Lebensverhältnissen, sehr belastend und kann innerfamiliäre Spannungen und Gewalt verstärken.

Migrationsbedingte Veränderungen der Familienstruktur und -dynamik

Durch (Flucht-)Migration gewinnen viele Familien grundsätzlich an existentieller Sicherheit und Schutz, da sie nicht mehr unmittelbar von kriegerischen Auseinandersetzungen, Verfolgung, ethnischen, religiösen bzw. kulturellen Konflikten oder existentieller Armut bedroht sind (vgl. Kizilhan 2011a, S. 21; Medico International 2019). Gleichzeitig werden jedoch auch drastische Verluste in Bezug auf das familiäre und soziale Umfeld, auf den sozialen Status, auf Schule und Beruf und auf die gewohnte Umgebung und gewohnte Ordnungssysteme erlebt. Deren Bewältigung verlangt allen Familienmitgliedern, in unterschiedlicher Weise, sowie der Familie als gesamtes System einiges ab. Häufig sind Trauerprozesse und eine Neuorientierung notwendig (s. Psychologische Phasen einer Migration)

Migration ist für Familien i. d. R. mit einer langfristigen Trennung von Familienmitgliedern verbunden. Dies kann zu innerfamiliären Belastungen, wie Sorge und Trauer, ungelöste Trennungsängste und Bindungsbeeinträchtigungen führen, was wiederum häufige familiäre Konflikte verursachen kann.

Nach einer Migration verändern sich oft die familiären Rollen. Die Erziehungsaufgaben müssen neu verteilt werden, wenn nicht beide Elternteile oder weitere wichtige Bezugspersonen der Großfamilie gemeinsam migrieren. Gleichzeitig entstehen transnationale familiäre Beziehungen, die sich auch auf den Erziehungsalltag auswirken können. Übernehmen Kinder im Aufnahmeland elterliche Aufgaben, weil sie schneller in der neuen Umgebung zurechtkommen, kann es zu Parentifizierungseffekten kommen.

Insbesondere bei geflüchteten Menschen sind zu Beginn die äußeren Rahmenbedingungen sehr durch Regelungen, Vorgaben und Abhängigkeiten geprägt und lassen wenig Gestaltungsmöglichkeiten. Hinzu kommen oft Rassismus- und Diskriminierungserfahrungen. Auch dies kann sich auf die innerfamiliären Beziehungen auswirken.

Generationenkonflikte

Generationenkonflikte ergeben sich häufig durch die unterschiedlichen Tempi der Akkulturation nach der Zuwanderung der Familie, sowie durch die unterschiedliche kulturelle Verwurzelung der ersten, zweiten und dritten Generation. Sie sind außerdem abhängig von der jeweiligen Akkulturationsstrategie einer Familie.

Familiäre Akkulturationsstrategien

Als drei prototypisch überzeichnete Akkulturationsstrategien, die Familien bewusst oder unbewusst wählen, nennt Roer-Strier (1996 in Walter/Adam 2000, S. 190 f.)

Aus den beschrieben Strategien wird das Risikopotenzial des Akkulturationsprozesses für Konflikte zwischen den Generationen deutlich. Die beständige Konfrontation der geflüchteten oder neuzugewanderten Eltern mit dem Wertesystem der Aufnahmegesellschaft führt oft zu einer Verstärkung der Bemühungen, eigene kulturelle Werte zu erhalten (vgl. Uslucan 2014, S. 315). Die Bedeutung der Weitergabe der eigenen Werte an die nächste Generation ist für Eltern mit Migrationserfahrung recht hoch (vgl. Steinbach/Nauck 2005 in Uslucan 2008, S. 96).

Kindern hingegen gelingt der Akkulturationsprozess oft einfacher. Die Einbindung in institutionelle Strukturen, wie Kindergarten, Schule oder Ausbildung, erfolgt in der Regel schneller als bei Erwachsenen. Dadurch bekommen sie, im Vergleich zu ihren Eltern, leichter Zugang zur Gesellschaft außerhalb der Aufnahmeeinrichtungen und lernen auch schneller die Sprache. „Speziell der Schulbesuch führt dazu, dass sie, anders als ihre Eltern, schneller in Deutschland ankommen können, neue Freunde finden, neue Perspektiven kennenlernen und auch positive Erfahrungen machen“ (vgl. Berthold 2014, S. 33).

Auswirkungen für Kinder und Jugendliche

Für Kinder und Jugendliche kann aus den unterschiedlichen Norm- und Wertvorstellungen von Seiten der Eltern und der Aufnahmegesellschaft und den entsprechenden Verhaltenserwartungen ein innerpsychischer Konflikt im Form eines „Annäherungs-Vermeidungs-Konflikts“ entstehen. Dieser kann sich negativ auf den schulischen und beruflichen Erfolg auswirkten und ein Abdriften in Subgruppen wahrscheinlicher machen.

Über die Dynamik und die Folgen von familiären Akkulturationsstrategien sollte aufgeklärt werden, damit die Eltern ihre Kinder nicht zu sehr in der Herkunftskultur gebunden zu halten.

Familie in kollektivistischen Gesellschaften

Um die Bedeutung der familiären Beziehungen in traditionell-kollektivistischen Gesellschaften, zum Beispiel der türkischen oder auch den südeuropäischen und kleinasiatischen, ländlich geprägten Gesellschaften, besser nachvollziehen zu können, ist es wichtig, zunächst die soziale Struktur dieser zu kennen.

Diese ist insbesondere durch eine

Bei Familien aus traditionell-kollektivistischen Gesellschaften ist die innerfamiliäre Bindung wesentlich stärker ausgeprägt als in westeuropäischen Familien. Hier spiegeln sich die unterschiedlichen kollektivistischen bzw. individualistischen Haltungen und Wertvorstellungen wider.

Familie stellt einen verlässlichen und wirksamen Schutzverband dar und dient insbesondere in Zeiten hoher psychischer, psychosozialer oder ökonomischer Belastung, wie sie Migration oft mit sich bringt, als Orientierungsmaßstab und Unterstützung (vgl. Erim/Senf 2002, S. 340). Gleichzeitig kommen bei einer starken innerfamiliären Bindung Konflikte, die im Zuge der Anpassungsprozesse häufig zwischen den Generationen wie auch zwischen den Geschlechtern entstehen, umso heftiger zum Tragen.

Gewalt in Familien

Nach der Flucht oder Migration müssen sich die einzelnen Familienmitglieder wie auch die Familie als System und als Teil der Gesellschaft neu orientieren und stabilisieren. Hierbei stellt insbesondere für die Kinder die Familie einen wesentlichen Schutzfaktor dar, wenn sie durch stabile emotionale Beziehungen und ein unterstützendes Familienklima gekennzeichnet ist. Gleichzeitig hat es für die Kinder dramatische Auswirkungen, wenn die familiären Beziehungen durch Gewalt und Missbrauch geprägt sind. Wirksame Präventionsmaßnahmen sind unbedingt erforderlich.

Gewalt in der Familie ist wohlgemerkt kein Phänomen, das auf geflüchtete oder zugewanderte Familien begrenzt ist. Familie bzw. der soziale Nahraum ist auch bei deutschen Familien der Ort, an dem das Risiko, Opfer von gewalttätigen Übergriffen zu werden, am höchsten ist. Die Nähe und Intensität der familiären Beziehungen und die daraus folgende psychosoziale Dynamik sowie Abgeschlossenheit und Privatheit begünstigen die Ausübung unterschiedlicher Formen von Gewalt innerhalb der Familie (vgl. Bussmann 2007, S. 640 ff.) – unabhängig von Flucht und Migration. Für eine effiziente Gewaltprävention und -intervention ist jedoch der Einbezug der spezifischen Einflussfaktoren auf familiale Gewalt im Kontext von Flucht und Migration unbedingt erforderlich.

Wichtige Einflussfaktoren sind:

verschiedene Aspekte der Erziehung (Erziehungsvorstellungen in traditionellen kollektivistischen Gesellschaften, Einfluss der erlebten Gewalt der Eltern, überhöhte Bildungsaspirationen, jugendliche Mütter bzw. Eltern)

Literatur

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